Stephanplatz - Denkmal für die Synagoge

Am Stephansplatz, dem ehemaligen Standort der Synagoge, erinnert eine schlichte Stele an die Pogromnacht. Die alte Chemnitzer Synagoge wurde von 1897 bis 1899 nach Plänen des Architekten Wenzl Bürger errichtet und am 07.03.1899 feierlich eingeweiht. Sie bot fast 700 Gläubigen Platz. Zeitdokumente loben die gediegene Ausstattung des Gotteshauses. Die Synagoge fügte sich gut in den gehobenen städtebaulichen Rahmen des Kaßbergs ein. Bis eben zu diesem neunten November 1938 ... in Deutschland brannten "spontan" alle Synagogen, brauner Mob wütete, zerschlug Scheiben, plünderte, jüdische Mitbürger wurden verhaftet. In Chemnitz zwang man 171 Juden vor dem Abtransport ins KZ , dem Brand ihres Gotteshauses zu zusehen. Der Direktor des Kaufhauses Tietz, Hermann Fürstenheim, wurde im Keller seines Hauses, Weststraße 13, erschossen.

Alte Synagoge am Stephanplatz
Alte Synagoge am Stephanplatz
Stele an Stelle der alten Synagoge
Inschrift:
" An dieser Stelle stand die im Jahre 1899
von Rabbiner Dr. Mühlfelder geweihte Synagoge.
Durch faschistische Brandstifter wurde sie in der Pogromnacht
am 9. November 1938 in Schutt und Asche gelegt."

Stephanplatz - Denkmal zur Erinnerung an die Zerstörung der Chemnitzer Synagoge