Der Theaterplatz

Der Theaterplatz wird geprägt vom dem König-Albert-Museum, dem Opernhaus und der Petrikirche. Die Pläne zur Gestaltung des Theaterplatzes stammen von dem Architekten Möbius. Die Bebauung begann etwa um 1800 und seine heutige Gestalt erhielt der Platz in der Zeit von 1885-1928.

König Albert Museum
König Albert Museum
erbaut 1903-1906
verbunden mit dem Wirken von Karl Schmidt-Rottluff
Die-Petri-Kirche
Die Petri Kirche in Chemnitz auf dem Theaterplatz
erbaut 1885-1888
der Pfarrer J. Wagner wurde im KZ Dachau inhaftiert
Das Opernhaus in Chemnitz
Das Opernhaus in Chemnitz am Theaterplatz
erbaut 1903-1906
verbunden mit dem Wirken von R.Tauber(1912-1930 Indentant) Vater des weltbekannten Tenors

König-Albert-Museum:

Direktor der Städtischen Kunstsammlungen war Herr Schreiber-Weigand.
Er mußte seinen Dienst quittieren.

Christliche Kirchen:

Im Jahre 1934 formiert sich auch in Chemnitz die Bekennende Kirche zur Verteidigung des evangelischen Glaubens,
in der Bewegung "...das Kreuz gegen das Hakenkreuz". Kirchen in Chemnitz, wo Geistliche in Fürbittgottesdiensten und Kanzelabkündigungen die Öffentlichkeit suchten waren:

St. Petri, Theaterplatz

  • Pfarrer Johannes Wagner 1941 verhaftet und inhaftiert im KZ Dachau

Stiftskirche Ebersdorf

  • Pfarrvikar Beyerlein
  • Pfarrvikar Michael(inhaftiert im KZ Sachsenburg)


St. Markus, Körnerplatz

  • Pfarrer Rüdiger Alberti (inhaftiert im KZ Sachsenburg)


Schloßkirche,Schloßberg

  • Pfarrer Otto Schulze

Katholische Kirche

  • Pfarrer Ludwig Kirsch (inhaftiert im KZ Sachsenburg)

sowie Studienrat Künzelmann, Mitbegründer der CDU 1945 in Chemnitz.
Der Verlag Max Müller brachte ein Gemeindeblatt der Bekennenden Kirche heraus, das im Land Sachsen vertrieben wurde.
Deswegen und wegen des Angebots von Büchern, die sich mit dem Faschismus kritisch auseinandersetzten, war der Inhaber des Verlages Repressalien ausgesetzt.

Opernhaus:

Indentant Tauber verließ Deutschland.
Schauspieldirektor war Dr.Heinz W. Litten.
Neben seinem sozialkritischen und pazifistischen Engagement auf der Bühne, gab es auch Unterstützung der Arbeiterjugend sowie Kritik in Publikationen und Vorträgen an den Nationalsozialisten.
1929 wurde Brechts "Dreigroschenoper" in Chemnitz aufgeführt.
Litten mußten seinen Dienst quittieren.

Theaterplatz:

hat auch antifaschistische Tradition, hier sprachen Heckert und Thälmann.

Theaterplatz Chemnitz