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Hans Serelman - Mediziner, "Rassenschänder", Interbrigadist...?

Am 8. Oktober fand in der KZ Gedenkstätte Sachsenburg die Buchvorstellung der Forschungsarbeit von Konstatin Seifert über Viktor Jakob Serelman

statt. 

Enrico Hilbert schrieb im Prolog dazu:

"War Konstantin Seiderts Erstlingswerk, ‘Sächsisches Provinztheater’ .- ein Heimatroman - bezüglich des Landarztes (Hans Serelman) geprägt von der Dankbarkeit des Autors, der vermutlich dem selbstlos fürsorglich handelnden

Mediziner seine eigene Existenz schuldet, liegt nun ein Buch voller Hochachtung vor uns, mit dem er eine weltumspannende Forschungsarbeit über den jüdischen Arzt, kommunistischen Kämpfer der Internationalen Brigaden und der Resistance vorerst abschließt. 

Dass ihn diese Biographie gänzlich loslassen wird, bleibt glücklicherweise nicht zu erwarten, dazu ist in den letzten fünfzehn Jahren zu viel geschehen., um es ad acta legen zu können. Es sind Freundschaften entstanden, die sich fortsetzen ließen, es sind Fragen aufgetaucht, die einer Antwort bedürfen, und es haben sich Zusammenhänge und Fakten offenbart, die es wert sind, veröffentlicht zu werden. 

Und schließlich ist da noch der Traum, dass dieser geschichtsträchtig Stoff einmal zu einem Drehbuch für einen Kinofilm werden wird. "

Enrico Hilbert, Chemnitz

Gedenken zum 9. November 2026 und Stolpersteinverlegung

Neueste Nachrichten

Antifaschistische Erinnerungs-, Gedenk- und Aufklärungsarbeit bedarf dringend ganz persönliches Engagements und finanziellen Zuspruchs

Die Arbeit der Mitglieder der Vereinigung der Verfolgten des Naziregiems und Bund der Antifaschisten(VVN-BdA) steht auch in Chemnitz ganz im Zeichen der Verwirklichung des Schwures der Buchenwaldhäftlinge und der Opfer des Faschismus:

"Wir werden den Kampf erst aufgeben, wenn der letzte Schuldige vom Gericht aller Nationen verurteilt ist. – Die endgültige Zerschmetterung des Nazismus ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ideal."

Unsere Arbeit umfasst Forschungs-, Gedenk- und Pflegearbeit für Chemnitz sowie im Umland. Ihren Niederschlag findet diese u.a. in eigenständigen Publikationen, Ausstellungen sowie Veranstaltungen über Widerstandskämpfer und Verfolgte des faschistischen Regimes sowie einer aktiven Unterstützung für die Verlegung von "Stolpersteinen". Schwerpunkt ist auch die Unterstützung der Arbeit der Gedenkstätte über eines der ersten Konzentrationslager in Deutschland in Sachsenburg bei Frankenberg.

Hierfür suchen wir weitere Mitsteiterinnen und Mitstreiter und möchten Sie ganz herzliche dazu einladen.

Wir würden uns auch über eine Spende zur Finanzierung künftiger Forschungs- und Erinnerungsprojekte

freuen.

Unsere Spendenkonten: 

VVN-BdA Ortsverband Chemnitz 

DE12870500007004464 

VVN-BdA Stolpersteine 

DE10870500003557006246 

 

Buchvorstellung am 09.11.2026 in der KZ Gedenkstätte Sachsenburg

Unsere Termine

Stolpersteinverlegung am 5. November 2026

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Sehr geehrte Frau Wagner,
es ist mittlerweile zu einer festen Tradition in unserer Stadt geworden, mit der Verlegung von
Stolpersteinen an ehemalige Bürgerinnen und Bürger zu erinnern, die während des
nationalsozialistischen Regimes tragische Schicksale erlitten haben.

More

Gedenkveranstaltung für die Opfer der Reichspogromnacht 1938

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Sehr geehrte Damen und Herren,im Gedenken an die Opfer der Pogromnacht vom 9. November 1938 und an die während derfaschistischen Gewaltherrschaft ermordeten sechs [...]

More

Unvergessen - Friedrich Marschner

Stolpersteine mahnen auch in Chemnitz

Geschichtsbaustelle Chemnitz - Ein Zeitzeugenprojekt

Gedenkstätte Konzentrationslager Sachsenburg

Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis

Offener Prozess - Ein Dokumentsprozess zum NSU-Komplex

NS-Terror und Verfolgung in Sachsen

Dr. Hans Brenner und seine 50 Mitstreiter haben ein umfangreiches Werk über die Anfänge der Konzentrationslager in Sachsen vorgelegt.

Die Neuerscheinung der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung wirft ein neues Licht auf die Zeit der Nationalsozialismus zwischen 1933 und 1945 in Sachsen. Zu den Themen zählen das System der Frühen Konzentrationslager von 1933 bis 1937 (mit mindestens 80 sächsischen Städten und Gemeinden), die politischen Prozesse gegen Gegner des NS-Systems, Opferschicksale aus den verschiedenen Verfolgten-Gruppen und die als Todesmärsche bezeichneten Evakuierungsmärsche aus Konzentrationslagern und deren Außenlagern ab Herbst/Winter 1944 über sächsisches Territorium. 

Mit einem umfangreichen Datenanhang und vier thematischen Karten liefert das Buch neuestes Forschungsmaterial für die sächsische Heimat- und Landesgeschichte.

Brenner, Hans / Heidrich, Wolfgang / Müller, KlausDieter / Wendler, Dietmar (Hrsg.) NS-Terror und Verfolgung in Sachsen.
Von den Frühen Konzentrationslagern bis zu den Todesmärschen Sächsische Landeszentrale für politische Bildung, Dresden 2018, 624 S

Buchankündigung: Wie Lämmer zur Schlachtbank?

Am nachfolgend vorgestellten Buch arbeiteten auch Mitglieder unseres Vereines mit. Wir möchten es an dieser Stelle gerne mittels der Verlagsankündigung vorstellen:

Bertram Seidel, Gabriele Seidel, Enrico Hilbert (Hrsg.)
Wie Lämmer zur Schlachtbank?
Jüdischer Widerstand und Verweigerung aus der jüdischen Bevölkerung in Sachsen gegen da NS-Regime 1933-1945

Das Buch erhebt hinsichtlich der erörterten Thematik weder Anspruch auf Vollständigkeit noch auf theoretischen Tiefgang. Ihr Hauptanliegen besteht vielmehr darin, anhand des Verhaltens konkreter Personen einen Eindruck vom Ausmaß resistenten Handelns aus der jüdischen Bevölkerung eines räumlich klar definierten Territoriums des Deutschen Reiches gegen das Herrschaftssystem der Nazis zu vermitteln und damit der in verschiedenen Milieus noch immer stark verbreiteten Pauschalansicht, die Juden hätten sich nich gegen das Hitlerregime und damit gegen ihr Verderben gewehrt, handfeste Tatsachen entgegenzusetzen. Bekanntlich wurde dieser Aspekt der Holocaust-Gesamtthematik zumindest im deutschsprachigen Raum über lange Zeit sehr stiefmütterlich behandelt und darüber hinaus von einigen Historikern wie beispielsweise Raul Hilberg in seiner 1992 erschienenen Publikation „Täter, Opfer, Zuschauer. Die Vernichtung der Juden 1933 bis 1945“ in der Vergangenheit auch verzerrt dargestellt.

Interessierte können das Buch direkt beim Verlag bestellen. >>> https://www.edition-av.de/