

















Das tragische Scheitern Stauffenbergs und der anderen Verschwörer gegen Hitler bestätigt die Erkenntnis, dass eine "Palastrevolution" den Grundwiderspruch im faschistischen Deutschland nicht lösen konnte. Die Pläne Goerdelers waren zum Scheitern verurteilt: Unter den Bedingungen des faschistischen Terrorsystems konnte selbst der organisierte Offiziersaufstand nicht erfolgreich sein, wenn er von den antifaschistischen Widerstandsorganisationen isoliert blieb.
Der Kampf und das Sterben Stauffenbergs und seiner Gefährten verdient uneingeschränkte Anerkennung und beinhaltet ihr Vermächtnis an die Nachwelt. Die Verschwörung vom 20. Juli 1944 zeigt, dass Vorurteile überwunden werden müssen, wenn der Frieden und Demokratie gesichert und bewahrt werden sollen.
Für Stauffenberg und Gefährten, für die Bewahrung ihres Vermächtnisses, für die Beherzigung der Lehren aus der Geschichte gilt nach wie vor, was Heinrich Mann 1948 über die Bedeutung des deutschen Widerstandes geschrieben hat: "Manifeste, die mit dem Tode besiegelt sind, haben Aussicht unvergessen zu bleiben. Das nächste Mal wären sie im Voraus bekannt, ein künftiger Widerstand gegen Gewalt fände Belehrte vor. Ein ganzes Volk, sobald es will, erinnert sich seiner achtenswerten Kämpfer. Dann muß nicht mehr gestorben werden, die Vorigen hätten lieber lebend gesiegt."
Vom gescheiterten Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944, den Ereignissen in der Wolfs-schanze, dem Schicksal der Offiziere um Stauffenberg erfuhr ich durch Karl König, der mich noch in der Nacht auf meinem Posten im Graben aufsuchte. Karl war Fridolin Rebholz zum Stellungsbau zugeordnet worden und hatte dadurch mehr Bewegungsfreiheit. Karl erschüttert, aber nicht fassungslos. Er hatte zu seinen Kameraden in Berlin, über deren Schicksal er sich keine Illusionen machen konnte, volles Vertrauen. Zum ersten Mal sprach er mit mir über Details der Planung des Attentats. Er hatte bei seinem letzten Aufenthalt in Berlin mit den Akteuren zusammengesessen. Generale, Offiziere, Spitzenleute der SPD, der Gewerkschaften, der Kirchen. Nach seiner Meinung bestand für ihn keine Gefahr. Es gab für uns keinen Zweifel, dass unsere Freundschaft fest verknotet mit der Idee des Attentats, Bestand haben würde. Wir hatten eine Freundschaft für unser ganzes Leben geschlossen. Bei aller Niedergeschlagenheit suchten wir in unserem Gespräch nach einem Funken Hoffnung und Zuversicht. Die Offiziere um Stauffenberg hatten mit ihrer Tat doch auch ein Signal gegeben, hatten sie nicht ihren Kameraden zugerufen, der Krieg, der verbrecherische Krieg ist verloren, pfeift auf den Eid, den ihr einem Verbrecher gegeben habt. Handelt, handelt endlich! Hoffnungen dieser Nacht, die sich nicht erfüllen sollten.
Seit unserem Zusammentreffen in Przemysl hatten wir viele Gespräche geführt, unser Zusammensein war eigentlich ein einziger nicht endender Dialog. Wir waren uns näher gekommen und das, was uns verband, war stärker geworden. Es schien so, mit unserem Gespräch, ging diese Zeit in gewisser Weise zu Ende, mit dem Scheitern des Attentats wurden die Grenzen unserer Verbundenheit sichtbar und das Band zwischen Karl und mir wurde auf seine Festigkeit geprüft. Wir waren uns einig, was bei einem Erfolg des Attentats geschehen sollte. Wir würden nach Berlin beordert werden. Wir waren uns aber auch immer einig, wenn erforderlich, im Fall des Falles, gemeinsam zur Roten Armee überzutreten. War dieser Fall jetzt eingetreten? Doch Karl König war nicht bereit auf die andere Seite überzulaufen, äußerte Zweifel an Stalin, ernsthafte Zweifel. Damit meldete er auch Zweifel an der Sowjetunion, ihrer Politik an. Was war mit Karl, sagte er jetzt entschieden und
deutlich: „Nein!“ zu Stalin, zur Sowjetunion? Meldete der Sozialdemokrat, der Politiker an der Sowjetunion überhaupt Zweifel an? Oder sprach aus Karl Antikommunismus ? Nein, das war nicht der Fall. Zweifel waren legitim, Zweifel würde es immer geben, bei allen Fragen und Problemen, die uns beschäftigten. Wir hatten immer offen und ohne Rücksichtnahme miteinander gesprochen. Das galt auch jetzt. Karl war Antifaschist, er würde nie einen Schuss auf die Soldaten der Sowjetarmee abgeben. Was würde die Ultima Ratio des Antifaschisten Karl König sein, wenn nicht der Weg zur Roten Armee?
Natürlich ging es in unserem Gespräch nicht allein um Stalin, das Sowjetsystem, sondern ebenso um das wie unseres Übergangs zur anderen Seite. Auch das keine einfache Angelegenheit. Und würde sich die Rote Armee für uns als brüderliche Armee erweisen? Sicher oder so gut wie sicher, wären wir drüben nichts anderes, als eben Gefangene unter Gefangenen. Gefangene, denen die Haare geschoren wurden. Karl war aus der Gefangenschaft der US-Armee geflohen. Er hielt nichts von einer Gefangenschaft in Arizona, noch viel weniger von einer Gefangenschaft in Sibirien.
Anders meine Vorstellungen und Hoffnungen, die ich an die Gefangenschaft in der Sowjetunion knüpfte. In Moskau residierte das ZK der KPD. Vielleicht gab es einen Draht dahin. Warum sollte das auf der anderen Seite nicht möglich sein. Meine Situation unterschied sich als deutscher Kommunist von der des Sozialdemokraten Karl König. Ich würde drüben Soldat bleiben, wenn sich meine kühnsten Hoffnungen erfüllten – Soldat der Partei, bereit jeden Auftrag auszuführen. Oder auch Soldat, mit dem Gewehr in der Hand. War ich bereit auf Deutsche zu schießen, nein, wohl aber – und das aus innerster Überzeugung – auf Faschisten, auch deutsche Faschisten.
Diesem ersten Gespräch mit Karl König folgten weitere. Dafür gab es einen Grund, Karl König hatte mit Lorenz Schneider einige Worte über das Attentat gewechselt. Lorenz Schneider hatte dabei eine „klassenmäßige“, „parteiliche“ Einschätzung des Attentats und der Attentäter vorgenommen. Karl war erschüttert. Lorenz kannte seine deutschen Offiziere, die Generale und Feldmarschälle. Eine Fraktion der deutschen Faschisten-Militaristen war mit dem Attentat gescheitert. Es kam in den folgenden Gesprächen noch schlimmer - SPD-Führer im Bunde mit den Generalen? „Wer hat uns verraten – Sozialdemokraten!“
Ich sprach mit Lorenz Schneider allein, ich sprach mit ihm in Gegenwart von Karl König. Es ging in den Gesprächen mit Karl längst nicht mehr um die Positionen von Lorenz Schneider, sondern auch um den Versuch meine Auffassungen, meine Ideen und Gefühle zu ordnen und soweit möglich zu formulieren. Zwischen Lorenz Schneider und mir kam es zu ebenso offenen, wie harten Auseinandersetzungen. Lorenz hielt die Offiziere um Stauffenberg für Faschisten, die letztlich nichts anderes beabsichtigt hatten, als den deutschen Kapitalismus zu retten, eine Fraktion des deutschen Großkapitals. Dass ein geglücktes Attentat Frieden hätte bedeuten können, war für ihn ohne Belang. Für Lorenz konnte es Frieden nur geben, wenn die Sowjetarmee in Berlin stand und der deutsche Faschismus niedergerungen war. Dass auch Amerikaner, Briten, Franzosen in diesem Krieg mitkämpften, hatte Lorenz kaum zur Kenntnis genommen. Sein Standpunkt war nicht zu erschüttern. Er entschied jede Frage „klassenmäßig“. Hier die Sowjetunion da Faschismus und Kapitalismus. Alles andere war von Übel. Aber es war Krieg, wo es schließlich immer noch und das jeden Tag um unser Leben, um das Leben von Millionen ging. Musste das nicht für unsere Politik und unser Handeln Folgen haben? Wer war gegen die Hitlerclique und den Krieg dieser Bande? Wer war gegen Hitler? Ein General Seydlitz, die Generale und Offiziere des Nationalkomitees Freies Deutschland, hatten bis Stalingrad Hitler treu gedient. Jetzt standen sie de facto im Lager der Sowjetunion. Noch schlimmer für mich, was Lorenz jetzt gegen Karl König, meinen Freund und Kameraden vorbrachte. Nichts unbedingt Schlechtes oder Niederträchtiges, sondern die schlichte Feststellung - ein Sozialdemokrat, zwischen den Fronten hin und her pendelnd. Das dieser Karl König ganz andere Hoffnungen mit dem Attentat verband, verständlich. Was Lorenz jedoch nicht verstehen konnte, war meine Haltung, die Haltung des Kommunisten Erich Knorr. Was blieb mir übrig, als Lorenz meine diametral entgegengesetzte Position zu begründen. Lorenz hatte, nach meiner ganz entschiedenen Meinung, die Beschlüsse des 7. Kominternkongresses aus dem Jahre 1935 einfach nicht zur Kenntnis genommen. Der frühere Kurs der Komintern war in radikaler, für mich begeisternder Weise außer Kraft gesetzt worden. Lorenz hatten die Beschlüsse der Komintern durchaus erreicht, wie er mir sagte. Seiner Meinung nach handelte es sich dabei keinesfalls um eine radikale Wendung der Politik, die überfällige Befreiung von schlimmen Fehlern, sondern lediglich um eine Wendung taktischer Natur im weltweiten, komplizierten Kampf der kommunistischen Bewegung.
Es war ein schrecklicher, erregender Disput mit Lorenz Schneider, meinem kommunistischen Genossen, mit dem ich demnächst auf die andere Seite gehen wollte und musste. Die Hoffnung auf das Attentat und auf ein schnelles Ende des Krieges gab es nicht mehr. Ich war mit Lorenz im einzelnen überhaupt nicht einverstanden, hielt ihn mindestens für schlecht informiert über die Entwicklung der kommunistischen Bewegung, nannte ihn in meinem Innersten einen Sektierer. Andererseits bewunderte ich Lorenz, den Kommunisten aus einem Guss. Unerschütterlich war er, der Mann des rigorosen Einerseits. Wenn Lorenz beim Übergang auf die andere Seite in die Hände von Sowjetsoldaten fallen würde, für die jeder Deutsche nichts anderes als ein deutscher Faschist war und würde er vor ihren Gewehren stehen, so wäre sicher, er würde noch im letzten Moment rufen: „Es lebe der Kommunis-mus“, oder auch „Hoch Stalin“, ein echter Kommunist, Bolschewik. Ich war stolz auf meinen Genossen und gleichzeitig verurteilte ich seine Auffassungen.
In der Nacht vom 20. zum 21. Juli 1944 waren die Offiziere um Oberst Stauffenberg in Berlin im Hof des Bendlerblocks erschossen worden. Die Schüsse dieser Nacht fanden ein Echo in der ganzen Welt in London, Washington und Moskau. Über dieses Ereignis würden Bücher geschrieben, Streitgespräche geführt werden. Auch wir Strafsoldaten von 999 in der Ortschaft Leontina waren Beteiligte, auf unterschiedliche Weise in das Attentat verstrickt, waren direkt, aber viel mehr noch indirekt Betroffene des Geschehens. Wir waren berührt, bewegt und in Bewegung geraten. Wir sprachen über das, was sich in der Wolfsschanze und in Berlin zugetragen hatte, versuchten das Geschehene geistig zu verarbeiten. Das war in den wenigen Tagen kaum möglich. Der 20. Juli 1944 sollte mich mein Leben lang beschäf-tigen. Über 4 Monate hatte ich mit Karl König auf das Attentat gewartet. Das war vorbei.
Ich würde mit Lorenz Schneider jetzt noch enger und zielstrebiger zusammenarbeiten. Wir durften unseren Übergang zur Roten Armee nicht mehr hinauszögern. Mit Karl König konnte ich dabei kaum noch rechnen. Noch weniger konnte ich auf Fridolin Rebholz meinen Schutzengel über viele Monate bei 999 zählen. Noch in der Dobrudscha hatten wir über unseren Weg in diesem Krieg gesprochen, der Arbeiterjunge vom Bodensee, der es in dieser deutschen Armee zum Hauptfeldwebel gebracht hatte, wollte doch in diesem Krieg, den er als ein Verbrechen erkannt hatte, nicht sterben, er wollte heimkehren zu Frau und Kindern in seine wunderschöne Heimat. Seine Absetzung als Zugführer war offensichtlich ein schwerer Schlag gewesen. Er war beim Kompanieführer ins Zwielicht geraten. Es hatte ein einziges Gespräch mit ihm gegeben, in welchem er mich warnte, ich sei im Visier derer, die den 999er Bewährungssoldaten nicht über den Weg trauten, die den „Politischen“ jede Schandtat zutrauten und den ausgewiesenen Kommunisten nur eine Kugel mitten ins Herz wünschten. Es hatte mit Fridolin seit dem kein Gespräch, nicht ein vertrautes Wort gegeben. Vorbei die Zeit der Ruhe und des Abwartens.
Es kam zu einem weiteren Ereignis, das noch stärker in unser Leben eingreifen sollte als die Ereignisse, die sich weitab von uns vollzogen hatten. Über diese Vorkommnisse in Leontina einem Punkt an der HKL würden keine Radiowellen, keine Zeitungen berichten, sie würden keine Erwähnung im Wehrmachtsbericht des OKW finden. Eine Episode, die sich so oder ähnlich ein dutzendmal an der mehrere tausend Kilometer langen Front abgespielt haben könnte. Und doch, der Nachtangriff der Sowjetarmee auf Leontina, 4 oder 5 Tage nach dem 20. Juli 1944, mit dem unser Gegenüber die Lage aufzuklären suchte, war für uns betroffene 999er keine Episode unter anderen. Warum das so war, werde ich berichten.
In Spanien fanden im Februar 1936 Parlamentswahlen statt, aus denen eine Volksfrontregierung als Sieger hervorging. Gegen diese Regierung putschten nationalistisch und autoritär denkende Militärs sowie Vertreter des katholischen Klerus unter Führung des Generals Franco. Der Aufstand griff bald auf das spanische Festland über und eskalierte zum Spanischen Bürgerkrieg.
Aus allen Teilen der Welt eilten Männer und Frauen nach Spanien, um die junge Republik verteidigen zu helfen. Aktive Unterstützung kam auch von und durch die Sowjetunion.
Das faschistische Deutschland im Bunde mit Italien unterstützen die Putschisten im Bürgerkrieg von Anfang an mit Truppen und schwerem Kriegsgerät. Das militärische Eingreifen Deutschlands hatte mehrere Gründe:
Vor allem diente der Bürgerkrieg als militärisches Experimentierfeld für neue Waffen. So bombardierten und zerstörten Flugzeuge der Legion Condor die spanische Kleinstadt Guernica und töteten viele unschuldige Menschen. Bis Mitte der 70ger Jahre wurde dieser mörderische Luftangriff - sowohl in Spanien als auch in Deutschland - verdrängt bzw. vertuscht.
Die militärische Intervention hatte aber auch ideologische Gründe. Sie diente Hitler als Testfall dafür, welchen Spielraum die anderen westeuropäischen Großmächte Deutschland bei der Realisierung seiner expansiven Bestrebungen einzuräumen bereit waren.
Im April 1939 endete der Bürgerkrieg mit der Niederlage der Republik. Spanien versank für Jahrzehnte in der Finsternis der Franco-Diktatur.
Die BRD unterhielt seit 1952 enge und von antikommunistischen Staatsinteressen getragene diplomatische Beziehungen zu Spanien. Trotz der faschistischen Wurzeln dieses Regimes schloss die Bundesrepublik Deutschland 1960 ein Anwerbeabkommen und förderte die Integration des faschistischen Spaniens.
Unvergessen
Chemnitzerinnen und Chemnitzer an der Seite der Spanischen Republik 1936-1939
Pazifisten, Internationalisten, Kommunisten, Sozialisten – Kämpfer für Frieden und Freiheit und gegen Faschismus und Krieg – Für eine gerechte, soziale und solidarische Gesellschaft ohne Hass, Ausbeutung und Armut:
Fritz Baumgärtel – Bruno Erich Hartmann Berlet – Ernst Eduard Heinrich Cohn – Karl Deutscher – Werner Feiler – Herbert Firl – Richard Gladewitz – Kurt Höfer- Walter Janka – Walter Keller – Werner Kinzl – Otto Kreuzmann – Elisabeth Kühnen – Moritz Kupfermünz – Käte Lichtenstein -Horst Menzel – Bodo Ritscher – Julius Schaumberger – Erich Schuster – Rudolf Schuster – Herbert Seifert – Herbert Spinnler – Paul Verner – Hans Ziegler.
Die Brüder Emil und Gotthard Morgenstern wurden, beim Versuch nach Spanien zu gelangen, in Frankreich festgenommen. Auguste Ritscher erkrankte vor ihrem Grenzübertritt.
In ehrendem Gedenken
Vorstand - VVN-BdA Chemnitz
Mit dem Überfall des Deutschen Reiches auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 wurden der Nichtangriffsvertrag zwischen Deutschland und der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken vom 24. August 1939 und der Deutsch-Sowjetischer Grenz- und Freundschaftsvertrag vom 28. September 1939 gebrochen.
Bereits 1925 hatte Hitler die Vernichtung des Bolschewismus zu einem ideologisch-politischen Hauptziel erklärt Der gesamte europäische Teil der Sowjetunion sollte erobert, ihre politischen und militärischen Führungskräfte ermordet und große Teile der Zivilbevölkerung dezimiert und entrechtet werden.
Mit dem Hungerplan, zu dem die Belagerung Leningrads gehörte, wurde der Hungertod vieler Millionen Kriegsgefangener und Zivilisten einkalkuliert, und nach dem "Generalplan" sollten großangelegte Vertreibungen folgen, um die eroberten Gebiete anschließend zu germanisieren. Außerdem wurden Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD ausgebildet, die hinter der Front Massenmorde an kommunistischen Funktionären, Slawen und Juden begehen sollten. Zu all dem erteilte das faschistische Regime seit März 1941 völkerrechtswidrige Befehle, die von der Wehrmachtführung ihrerseits übernommen und weitergegeben wurden(Kommissarbefehl).
Die Umsetzung des Unternehmens Barbarossa scheiterte bereits im Dezember 1941 mit der deutschen Niederlage in der Schlacht um Moskau. Dennoch setzten das faschistische Regime mit seinen Verbündeten und Kollaborateuren den Krieg und den zeitgleich vorangetriebenen Holocaust gegen Teile der Zivilbevölkerung in ganz Europa fort.
Die Schlacht von Stalingrad und der Vernichtung der deutschen 6. Armee und verbündeter Truppen im Winter 1942/1943 gilt als psychologischer Wendepunkt ds im Juni 1941 von Deutschland begonnen Vernichtungskrieges.
Die Rote Fahne auf dem Reichstag und die bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht am 8. Mai 1945 besiegelten das Ende des faschistischen Staatsterrors.
Empfehlung: "Die Stalingrad-Protokolle"; Was erlebten die Verteidiger der Stadt während der sechs Monate andauernden Kämpfe? Sowjetische Augenzeugen berichten aus der Schlacht. ISBN 978-3-10-030213-7






Herzlichen Glückwunsch im Namen des Vorstandes und aller Mitglieder der VVN BdA Chemnitz
(bei Anderen gelesen)
(Ausstellung, Diskussionsforum und Gedenkveranstaltung vom 6. bis 7. Juni im KZ Sachsenburg)
Am 3. Juni fand eine erweiterte Vorstandssitzung in der Gedenkstätte Konzentrationslager Sachsenburg im Kommunikations- und Dokumentationszentrum, An…
An dem Treffen nahmen hunderte Antifaschistinnen und Antifaschisten aus mehr als 100 Ländern teil.
Obwohl sie ihre letzten großen Auftritte vor knapp 30 Jahren hatten, als die BRD und die Tschechische Republik gegen deren Widerstand eine gemeinsame…
Zur Gedenkveranstaltung am Tag der Befreiung auf dem Richterweg waren Genossen der Partei die Linke zahlreich vertreten. Sie applaudierten den Rednern…
Auch in diesem Jahr ermöglicht unser Verband allen Interessierten die Möglichkeit, den Tag der Befreiung zu begehen. Dieser historische Ort gehört zur…
Am 23.April 1945 waren die Häftlinge eines "Todesmarsches" des KZ Flossenbürg in einer Scheune bei Wetterfeld im Bayern zusammengefercht. Noch unter…
Die Internationale Föderation der Widerstandskämpfer ist die internationale Dachorganisation von Verbänden der antifaschistischen Widerstandskämpfer…
Tschechoslowakische Widerstandskämpfer verübten am 27. Mai 1942 ein erfolgreiches Attentat auf Reinhard Heydrich, Leiter des Reichssicherheitshauptamtes. Die faschistischen Besatzer reagierten mit massiven Vergeltungsmaßnahmen.
Am Abend des 9. Juni 1942 umstellten deutsche Polizeikräfte den Ort. Alle 172 Männer, die älter als 15 Jahre waren, wurden am Morgen des 10. Juni erschossen, 195 Frauen wurden, nachdem sie in einer Turnhalle in Kladno von den Kindern getrennt worden waren, in das KZ Ravensbrück deportiert, wo 52 von ihnen ermordet wurden. Sechs Schwangere wurden nach Prag gebracht, nach der Entbindung von ihren Neugeborenen getrennt und ebenfalls ins KZ Ravensbrück deportiert. Lidice wurde in Brand gesteckt, gesprengt und dann eingeebnet.
Nach der Trennung von ihren Müttern wurden die Kinder in ein Lager nach Litzmannstadt verbracht. 82 Kinder wurden vergast sowie sieben zwecks Germanisierung in ein Lebensborn-Heim gesteckt.
Zur Erinnerung und Mahnung wurde eine Bronzegruppe mit den Abbildern der 82 Kinder von der Bildhauerin Marie Uchytilová geschaffen.
Für den Erhalt und einer notwendigen Restaurierung des Denkmals werden Spenden eingeworben.
Post aus Lidice(Auszug):
Wir freuen uns stets über Unterstützung und sind sehr dankbar, wenn Sie unser Vorhaben, das Kinderdenkmal zu restaurieren finanziell unterstützen. Wir haben auch einen Bankaccount bei der Česká národní banka, wo Gelder auch in Euro überwiesen werden können:
Pamatnik Lidice
IBAN: CZ96 0710 0000 0000 0133 4141
BIC: CNBACZPP
Kinderdenkmal
Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und nochmals vielen Dank für Ihre Unterstützung.
Mit herzlichen Grüßen
Eduard Stehlík
PhDr. Eduard Stehlík, Ph.D., MBA

Am nachfolgend vorgestellten Buch arbeiteten auch Mitglieder unseres Vereines mit. Wir möchten es an dieser Stelle gerne mittels der Verlagsankündigung vorstellen:
Bertram Seidel, Gabriele Seidel, Enrico Hilbert (Hrsg.)
Wie Lämmer zur Schlachtbank?
Jüdischer Widerstand und Verweigerung aus der jüdischen Bevölkerung in Sachsen gegen da NS-Regime 1933-1945
Das Buch erhebt hinsichtlich der erörterten Thematik weder Anspruch auf Vollständigkeit noch auf theoretischen Tiefgang. Ihr Hauptanliegen besteht vielmehr darin, anhand des Verhaltens konkreter Personen einen Eindruck vom Ausmaß resistenten Handelns aus der jüdischen Bevölkerung eines räumlich klar definierten Territoriums des Deutschen Reiches gegen das Herrschaftssystem der Nazis zu vermitteln und damit der in verschiedenen Milieus noch immer stark verbreiteten Pauschalansicht, die Juden hätten sich nich gegen das Hitlerregime und damit gegen ihr Verderben gewehrt, handfeste Tatsachen entgegenzusetzen. Bekanntlich wurde dieser Aspekt der Holocaust-Gesamtthematik zumindest im deutschsprachigen Raum über lange Zeit sehr stiefmütterlich behandelt und darüber hinaus von einigen Historikern wie beispielsweise Raul Hilberg in seiner 1992 erschienenen Publikation „Täter, Opfer, Zuschauer. Die Vernichtung der Juden 1933 bis 1945“ in der Vergangenheit auch verzerrt dargestellt.
Interessierte können das Buch direkt beim Verlag bestellen. >>> https://www.edition-av.de/
Dr. Hans Brenner und seine 50 Mitstreiter haben ein umfangreiches Werk über die Anfänge der Konzentrationslager in Sachsen vorgelegt.
Die Neuerscheinung der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung wirft ein neues Licht auf die Zeit der Nationalsozialismus zwischen 1933 und 1945 in Sachsen. Zu den Themen zählen das System der Frühen Konzentrationslager von 1933 bis 1937 (mit mindestens 80 sächsischen Städten und Gemeinden), die politischen Prozesse gegen Gegner des NS-Systems, Opferschicksale aus den verschiedenen Verfolgten-Gruppen und die als Todesmärsche bezeichneten Evakuierungsmärsche aus Konzentrationslagern und deren Außenlagern ab Herbst/Winter 1944 über sächsisches Territorium.
Mit einem umfangreichen Datenanhang und vier thematischen Karten liefert das Buch neuestes Forschungsmaterial für die sächsische Heimat- und Landesgeschichte.
Brenner, Hans / Heidrich, Wolfgang / Müller, KlausDieter / Wendler, Dietmar (Hrsg.) NS-Terror und Verfolgung in Sachsen.
Von den Frühen Konzentrationslagern bis zu den Todesmärschen Sächsische Landeszentrale für politische Bildung, Dresden 2018, 624 S

Erinnerungnen von Richard Thiede (1906 - 1990) Herausgegeben von Gert Thiede
Zu diesem Bericht Im Januar 1984, mit bereits 78 Jahren, hat mein Vater versucht, sein persönliches Leben schriftlich festzuhalten.
Sein Ziel war es, die Erinnerungen einmal in einer Schrift zusammenzufassen und der Öffentlichkeit oder einem Museum zur Verfügung zu stellen. Dabei kam es ihm vor allem darauf an, die in Zeiten politischer Engstirnigkeit mancher Funktionäre, ihre abwertende und abweisende Einschätzung zum Wirken der Freien-Arbeiterunion-Deutschlands (FAUD) in der Betrachtung der Arbeiterbewegung richtig zu stellen. ....

