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Rück- und Ausblick auf die Jahre 2025 bis 2026

Auf nach Sachsenburg

Am 6. und 7. Juni wird anlässlich des 93. Jahrestages des ersten Lagerappells im ehemaligen KZ Sachsenburg bei Frankenberg der Opfer des faschistischen deutschen Staatsterrors mit vielfältigen Veranstaltungen gedacht.

Wir erinnern und mahnen: Wehret den Anfängen, denn es begann gleich Anfang 1933 mit dem Verbot von Parteien und Gewerkschaften sowie der Inhaftierung Andersdenkender. Kommunisten, Sozialdemokraten, Liberale, Intellektuelle, Gläubige, Juden... wurden verhaftet, gefoltert, in Schutzhaft genommen. In Deutschland begann ein Prozess der Ausgrenzung, Verleumdung, Denunziation, also der gesellschaftlichen Gleichschaltung im Interesse der faschistischen Machthaber. Das braune System betrieb gemeinsam mit der Wirtschaft die Militarisierung für ein kriegstüchtiges Deutschland voran.

Konzentrations- und Vernichtungslager wurden errichtet und überzogen bald ganz Europa, in denen Millionen zu Tode gequält, vergast, erschossen wurden. Zwangsarbeiter wurden deportiert, ihren Familien entrissen, nur um deutschen Konzernen und Familienbetrieben bei der Produktion für den Kriegsbedarf zur Verfügung zu stehen.

Zuerst die Nachbarn und dann wurde fast ganz Europa überfallen. Dem faschistisch-nationalistischen Größenwahn fielen über 50 Millionen Kinder, Frauen und Männer zum Opfer.

Nie Wieder waren die Bekenntnisse an den Tagen nach der Befreiung! Wird es vergessen - niemals!

Deshalb keinen Fußbreit für Höcke und Co und keine Stimme für die AFD.

Wir laden zur Gedenkveranstaltung und Kranzniederlegung
 am 7. Juni um 10 Uhr nach Sachsenburg ein.

Raimon Brete

Vorstandsmitglied  VVN-BdA Chemnitz

Rundgang im ehemaligen KZ Sachsenburg am 03.06. 2026

KZ Sachsenburg im Juni 2026
Rundgang im ehemaligen KZ Sachsenburg am 03.06.2026
Rundgang im ehemaligen KZ Sachsenburg am 03.06.2026
Rundgang im ehemaligen KZ Sachsenburg am 03.06.2026

Neueste Nachrichten

Kinderdenkmal in Lidicé braucht unsere Unterstützung

Tschechoslowakische Widerstandskämpfer verübten am 27. Mai 1942 ein erfolgreiches Attentat auf Reinhard Heydrich, Leiter des Reichssicherheitshauptamtes. Die faschistischen Besatzer reagierten mit massiven Vergeltungsmaßnahmen.

Am Abend des 9. Juni 1942 umstellten deutsche Polizeikräfte den Ort. Alle 172 Männer, die älter als 15 Jahre waren, wurden am Morgen des 10. Juni erschossen, 195 Frauen wurden, nachdem sie in einer Turnhalle in Kladno von den Kindern getrennt worden waren, in das KZ Ravensbrück deportiert, wo 52 von ihnen ermordet wurden. Sechs Schwangere wurden nach Prag gebracht, nach der Entbindung von ihren Neugeborenen getrennt und ebenfalls ins KZ Ravensbrück deportiert. Lidice wurde in Brand gesteckt, gesprengt und dann eingeebnet.

Nach der Trennung von ihren Müttern wurden die Kinder in ein Lager nach Litzmannstadt verbracht.  82 Kinder wurden vergast sowie sieben zwecks Germanisierung in ein Lebensborn-Heim gesteckt.

Zur Erinnerung und Mahnung wurde eine Bronzegruppe mit den Abbildern der 82 Kinder von der Bildhauerin Marie Uchytilová geschaffen.

Für den Erhalt und einer notwendigen Restaurierung  des Denkmals werden Spenden eingeworben.

Post aus Lidice(Auszug): 

Wir freuen uns stets über Unterstützung und sind sehr dankbar, wenn Sie unser Vorhaben, das Kinderdenkmal zu restaurieren finanziell unterstützen. Wir haben auch einen Bankaccount bei der Česká národní banka, wo Gelder auch in Euro überwiesen werden können:

Pamatnik Lidice

IBAN: CZ96 0710 0000 0000 0133 4141

BIC: CNBACZPP

Kinderdenkmal

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und nochmals vielen Dank für Ihre Unterstützung.

Mit herzlichen Grüßen

Eduard Stehlík

PhDr. Eduard Stehlík, Ph.D., MBA

Unsere Termine

Sachsenburger Dialog

06.06.2026 12:00 - 19:00

93. Jahrestag des ersten Lagerappells
im Konzentrationslager Sachsenburg
6. und 7. Juni 2026
Gelände des früheren KZ Sachsenburg
An der Zschopau 1, 09669 Frankenberg

Mehr

Jüdischer Widerstand in Sachsen - Wie Lämmer zur Schlachtbank?

Hans Brenner - Ehrenpreisträger, Historiker und Kämpfer gegen den Faschismus

Stolpersteine mahnen auch in Chemnitz

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Gedenkstätte Konzentrationslager Sachsenburg

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Offener Prozess - Ein Dokumentsprozess zum NSU-Komplex

Buchankündigung: Wie Lämmer zur Schlachtbank?

Am nachfolgend vorgestellten Buch arbeiteten auch Mitglieder unseres Vereines mit. Wir möchten es an dieser Stelle gerne mittels der Verlagsankündigung vorstellen:

Bertram Seidel, Gabriele Seidel, Enrico Hilbert (Hrsg.)
Wie Lämmer zur Schlachtbank?
Jüdischer Widerstand und Verweigerung aus der jüdischen Bevölkerung in Sachsen gegen da NS-Regime 1933-1945

Das Buch erhebt hinsichtlich der erörterten Thematik weder Anspruch auf Vollständigkeit noch auf theoretischen Tiefgang. Ihr Hauptanliegen besteht vielmehr darin, anhand des Verhaltens konkreter Personen einen Eindruck vom Ausmaß resistenten Handelns aus der jüdischen Bevölkerung eines räumlich klar definierten Territoriums des Deutschen Reiches gegen das Herrschaftssystem der Nazis zu vermitteln und damit der in verschiedenen Milieus noch immer stark verbreiteten Pauschalansicht, die Juden hätten sich nich gegen das Hitlerregime und damit gegen ihr Verderben gewehrt, handfeste Tatsachen entgegenzusetzen. Bekanntlich wurde dieser Aspekt der Holocaust-Gesamtthematik zumindest im deutschsprachigen Raum über lange Zeit sehr stiefmütterlich behandelt und darüber hinaus von einigen Historikern wie beispielsweise Raul Hilberg in seiner 1992 erschienenen Publikation „Täter, Opfer, Zuschauer. Die Vernichtung der Juden 1933 bis 1945“ in der Vergangenheit auch verzerrt dargestellt.

Interessierte können das Buch direkt beim Verlag bestellen. >>> https://www.edition-av.de/

NS-Terror und Verfolgung in Sachsen

Dr. Hans Brenner und seine 50 Mitstreiter haben ein umfangreiches Werk über die Anfänge der Konzentrationslager in Sachsen vorgelegt.

Die Neuerscheinung der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung wirft ein neues Licht auf die Zeit der Nationalsozialismus zwischen 1933 und 1945 in Sachsen. Zu den Themen zählen das System der Frühen Konzentrationslager von 1933 bis 1937 (mit mindestens 80 sächsischen Städten und Gemeinden), die politischen Prozesse gegen Gegner des NS-Systems, Opferschicksale aus den verschiedenen Verfolgten-Gruppen und die als Todesmärsche bezeichneten Evakuierungsmärsche aus Konzentrationslagern und deren Außenlagern ab Herbst/Winter 1944 über sächsisches Territorium. 

Mit einem umfangreichen Datenanhang und vier thematischen Karten liefert das Buch neuestes Forschungsmaterial für die sächsische Heimat- und Landesgeschichte.

Brenner, Hans / Heidrich, Wolfgang / Müller, KlausDieter / Wendler, Dietmar (Hrsg.) NS-Terror und Verfolgung in Sachsen.
Von den Frühen Konzentrationslagern bis zu den Todesmärschen Sächsische Landeszentrale für politische Bildung, Dresden 2018, 624 S

Von Leipzig über Waldheim nach Buchenwald vom Anarchosyndikalisten zum Kommunisten

Erinnerungnen von Richard Thiede (1906 - 1990) Herausgegeben von Gert Thiede 

Zu diesem Bericht Im Januar 1984, mit bereits 78 Jahren, hat mein Vater versucht, sein persönliches Leben schriftlich festzuhalten.
Sein Ziel war es, die Erinnerungen einmal in einer Schrift zusammenzufassen und der Öffentlichkeit oder einem Museum zur Verfügung zu stellen. Dabei kam es ihm vor allem darauf an, die in Zeiten politischer Engstirnigkeit mancher Funktionäre, ihre abwertende und abweisende Einschätzung zum Wirken der Freien-Arbeiterunion-Deutschlands (FAUD) in der Betrachtung der Arbeiterbewegung richtig zu stellen. ....