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Chemnitzer Friedenstag am 5. März - Chemnitz versank in Schutt und Asche- Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg !

In Chemnitz starben allein am 5. März 1945 im Bombenhagel 3.715 Menschen, vor allem Kinder und Frauen. Sie wurden Opfer des von den Faschisten lange vorbereiteten und bewußt verursachten Krieges. Die Innenstadt von Chemnitz wurde zu 80 % vernichtet. 27.000 Wohnungen (ein Viertel des Gesamtbestandes), 167 Fabriken, 84 öffentliche Gebäude und zahlreiche Kulturbauten im Stadtgebiet waren völlig zerstört.

 Von den Alliierten wurde Chemnitz als „weitere tote Stadt“ abgeschrieben. 

Die Toten mahnen eindringlich und die Lebenden sollten nach der Maxime handeln: "Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!"

Bomben auf Chemnitz - Gedenken zum 5. März

Am 5. März 1945 überflogen Bombereinheiten der Royal Air Force und United States Army Forces Chemnitz und klinkten ihre tonnenschwere zerstörerische und tödliche Last über Wohn- und Industriegebiet der Stadt aus. Nur noch zwei Monate vor der Kapitulation Deutschlands verloren in dieser Nacht über 2.100 Chemnitzerinnen und Chemnitzer ihr Leben und tausende wurden verletzt. Die Innenstadt wurde zu 80 % vernichtet. 27.000 Wohnungen (ein Viertel des Gesamtbestandes), 167 Fabriken, 84 öffentliche Gebäude und zahlreiche Kulturbauten im Stadtgebiet waren völlig zerstört. Von den Alliierten wurde Chemnitz als „weitere tote Stadt“ abgeschrieben. 

An diesen denkwürdigen Tag erinnern Bürgerinnen und Bürger der Stadt am Denkmal für die Opfer des Luftangriffs auf dem städtischen Friedhof mit Worten und Blumen. Der Chemnitzer Bildhauer Hanns Dittrich schuf dieses Mahnmal im Auftrag der Stadt. Die trauernde Frau mit dem toten Kind im Arm steht im Mittelpunkt des Denkzeichens.
Es ist ein Gedicht Louis Fürnbergs zu lesen: “Es werden wieder sich die Wunden schließen, die furchtbar der Barbar der Menschheit schlug und leuchtend wird das Frührot sich ergiessen über ein Erden-Neuland unterm Pflug.” 

Erinnert sei an Deutschlands Schuld

Die barbarische Luftangriffe fanden ihren Anfang mit der Bombardierung von Guernica am 26. April 1937 durch Kampfflugzeuge der deutschen Legion Condor und der italienischen Aviazione Legionaria. Die Legion Condor war für den Hauptteil des Bombardements im spanischen Bürgerkrieg mit über 1600 Toten verantwortlich. 1997 bat Bundespräsident Herzog bei einem Besuch in Spanien offiziell im Namen Deutschlands um Entschuldigung für den Angriff.

Am 14. November 1940 flog die deutsche Luftwaffe unter dem Decknamen "Unternehmen Mondscheinsonate" auf Coventry einen schweren Bombenangriff. Neben großen Teilen der Innenstadt wurden 4330 Häuser und unersetzliche Kulturgüter zerstört. 568 Menschen kamen ums Leben und 850 wurden schwer verletzt. Damit war der Angriff jener, der die meisten Todesopfer aller deutschen Luftangriffe in England forderte. 75 % der Industrieanlagen wurden beschädigt oder völlig vernichtet.  Aufgrund des hohen Zerstörungsgrades erfand die faschistische Propaganda den Begriff "Coventrieren" für die Vernichtung einer Stadt aus der Luft. Die Luftwaffe griff Coventry erneut am 8. April 1941 sowie am 3. August 1942 an, womit die Gesamtanzahl der Opfer in der Stadt auf 1236 Tote und 1746 Verletzte stieg. Ungefähr ein Drittel aller Häuser in Coventry wurden unbewohnbar, und 35 % aller Geschäfte wurden zerstört.

Und wieder ist Deutschland beteiligt:

Operation Allied Force war der Deckname eines militärischen Angriffs der NATO gegen die Bundesrepublik Jugoslawien, die sie vom 24. März bis 10. Juni 1999 durchführte. Es war der erste Krieg, den die NATO sowohl außerhalb eines Bündnisfalls, dessen Ausrufung bis dahin als Grundlage eines NATO-weiten Vorgehens galt, als auch ohne UN-Mandat führte. Insgesamt warfen die im Rahmen der Operation eingesetzten Flugzeuge 28.018 Sprengkörper ab. Daran beteiligt war auch die Luftwaffe der Bundesrepublik Deutschland.

Alternativen: Friedenstaube statt Bundesadler und eine neue Friedenshymne für Deutschland

Glück und Friede sei beschieden Deutschland, unserm Vaterland.
Alle Welt sehnt sich nach Frieden, reicht den Völkern eure Hand.
Wenn wir brüderlich uns einen, schlagen wir des Volkes Feind.
Laßt das Licht des Friedens scheinen, daß nie eine Mutter mehr ihren Sohn beweint.

Luftangriff auf Chemnitz und weitere Geschichten

Luftangriff auf Chemnitz, März 1945

Jugend von Chemnitz, hört auf uns, die letzten Zeugen des Angriffs.

Am 3. März 1945 wurde der Stadtteil Kappel bombardiert.

Von der Kappler Drehe (Heute Industriemuseum) Zwickauer Str. bis Feldschlößchenbrauerei (Kappel).

Erlebnisbericht des Angriff's Zwickauer Str. 180 (Bäckerei Rudolf Bobe):

Im Luftschutzkeller befanden sich 25 Personen (davon sieben Kinder), die Einschläge der Sprengbomben kamen immer näher. Durch einen Bombentreffer

und deren Luftdruck wurden wir von den Stühlen auf den Fußboden geworfen.

Der Treffer zerstörte den Anbau der Toiletten vollkommen. Die Jauche kam die Kellertreppe heruntergelaufen und verteilte sich zwischen unseren am Boden liegenden Körpern. Auf die anschließende Säuberung der Körper möchte ich nicht eingehen.

Im Umfeld von 100 m wurden fünf Häuser durch Volltreffer zerstört.

Beim Schreiben dieser Zeilen erlebte ich den Angriff noch einmal.

Ihr, die junge Generation einer schönen Stadt, gebt den Nazis keine Chance. Schaut Euch die Aufnahmen der zerstörten Stadt von 1945 genau an.

Man kann auch den Frieden ohne Waffen erhalten.

Manfred Hahn

Heinrich-Beck-Str. 5

09112 Chemnitz

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Buchankündigung: Wie Lämmer zur Schlachtbank?

Am nachfolgend vorgestellten Buch arbeiteten auch Mitglieder unseres Vereines mit. Wir möchten es an dieser Stelle gerne mittels der Verlagsankündigung vorstellen:

Bertram Seidel, Gabriele Seidel, Enrico Hilbert (Hrsg.)
Wie Lämmer zur Schlachtbank?
Jüdischer Widerstand und Verweigerung aus der jüdischen Bevölkerung in Sachsen gegen da NS-Regime 1933-1945

Das Buch erhebt hinsichtlich der erörterten Thematik weder Anspruch auf Vollständigkeit noch auf theoretischen Tiefgang. Ihr Hauptanliegen besteht vielmehr darin, anhand des Verhaltens konkreter Personen einen Eindruck vom Ausmaß resistenten Handelns aus der jüdischen Bevölkerung eines räumlich klar definierten Territoriums des Deutschen Reiches gegen das Herrschaftssystem der Nazis zu vermitteln und damit der in verschiedenen Milieus noch immer stark verbreiteten Pauschalansicht, die Juden hätten sich nich gegen das Hitlerregime und damit gegen ihr Verderben gewehrt, handfeste Tatsachen entgegenzusetzen. Bekanntlich wurde dieser Aspekt der Holocaust-Gesamtthematik zumindest im deutschsprachigen Raum über lange Zeit sehr stiefmütterlich behandelt und darüber hinaus von einigen Historikern wie beispielsweise Raul Hilberg in seiner 1992 erschienenen Publikation „Täter, Opfer, Zuschauer. Die Vernichtung der Juden 1933 bis 1945“ in der Vergangenheit auch verzerrt dargestellt.

Interessierte können das Buch direkt beim Verlag bestellen. >>> https://www.edition-av.de/