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Unvergessen - Mikis Theodorakis

Zum Hundersten von Mikis Theodorakis (Μίκης Θεοδωράκης) geboren am 29. Juli 1925 auf Chios, verstorben am 2. September 2021 in Athen)

Mikis Theodorakis war einer der bekanntesten griechischen Komponisten und seine Filmmusiken zu Alexis Sorbas( Sirtaki!) sowie die Vertonung des Canto General nach Versen von Pablo Neruda machten ihn weltweit bekannt. Zu seinem mehr als 1000 Werke umfassenden Schaffen zählen symphonische Kompositionen und eine Vielzahl von Liedern. Er war Widerstandskämpfer gegen den Faschismus und kämpfte später gegen die Militärdiktatur und ging in den Widerstand. Es erfolgten Festnahme und erneut schwere Folterungen. Auf internationalen Druck durfte er ausreisen und lebte bis 1974 im Pariser Exil. In den frühen 1960er und in den 1980er Jahren sowie 1990 wurde Theodorakis in das griechische Parlament gewählt. Als Minister ohne Geschäftsbereich unter Premierminister Konstantinos Mitsotakis berufen, setzte er sich gegen Drogen und Terrorismus, für Kultur und Erziehung sowie für verbesserte Beziehungen zwischen Griechenland und der Türkei ein. Theodorakis äußerste sich auch sehr deutlich zur aktuellen Politik, vor allem, wenn in seinen Augen der Friede in Gefahr war, wie seine Aussagen über den Kosovo-Krieg, zugunsten von Palästina oder gegen den Krieg im Irak.

Orte des Gedenkens

Buchankündigung: Wie Lämmer zur Schlachtbank?

Am nachfolgend vorgestellten Buch arbeiteten auch Mitglieder unseres Vereines mit. Wir möchten es an dieser Stelle gerne mittels der Verlagsankündigung vorstellen:

Bertram Seidel, Gabriele Seidel, Enrico Hilbert (Hrsg.)
Wie Lämmer zur Schlachtbank?
Jüdischer Widerstand und Verweigerung aus der jüdischen Bevölkerung in Sachsen gegen da NS-Regime 1933-1945

Das Buch erhebt hinsichtlich der erörterten Thematik weder Anspruch auf Vollständigkeit noch auf theoretischen Tiefgang. Ihr Hauptanliegen besteht vielmehr darin, anhand des Verhaltens konkreter Personen einen Eindruck vom Ausmaß resistenten Handelns aus der jüdischen Bevölkerung eines räumlich klar definierten Territoriums des Deutschen Reiches gegen das Herrschaftssystem der Nazis zu vermitteln und damit der in verschiedenen Milieus noch immer stark verbreiteten Pauschalansicht, die Juden hätten sich nich gegen das Hitlerregime und damit gegen ihr Verderben gewehrt, handfeste Tatsachen entgegenzusetzen. Bekanntlich wurde dieser Aspekt der Holocaust-Gesamtthematik zumindest im deutschsprachigen Raum über lange Zeit sehr stiefmütterlich behandelt und darüber hinaus von einigen Historikern wie beispielsweise Raul Hilberg in seiner 1992 erschienenen Publikation „Täter, Opfer, Zuschauer. Die Vernichtung der Juden 1933 bis 1945“ in der Vergangenheit auch verzerrt dargestellt.

Interessierte können das Buch direkt beim Verlag bestellen. >>> https://www.edition-av.de/