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Ein Ort, der noch heute Zeugnis vom einst reichhaltigen wirtschaftlichen und kulturellen
Leben der Chemnitzer Jüdischen Gemeinde
ablegt, ist der jüdische Friedhof auf dem Kaßberg.
(Hoher Weg)
Er gibt Auskunft über die 130- jährige Geschichte der Chemnitzer Juden.
Auf dem Friedhof befinden sich etwa 1200
Grabstätten, davon viele historisch wertvolle.
Einige der Grabstätten weisen noch Zerstörungen aus der faschistischen Zeit auf.
Auf dem jüdischen Friedhof erinnern Gedenksteine an die Verbrechen, die von den Faschisten an den jüdischen Menschen begangen wurden.
Ab dem Frühsommer des Jahres 1939 wurden auf dem Gelände des jüdischen Friedhofes in einem Holzverschlag jüdische Kinder von Gemeindemitgliedern unterrichtet,
da der Schulbetrieb für jüdische Kinder am 10. Dezember 1938 auf
Anordnung des sächsischen Volksbildungsministeriums beendet worden war.

Am nachfolgend vorgestellten Buch arbeiteten auch Mitglieder unseres Vereines mit. Wir möchten es an dieser Stelle gerne mittels der Verlagsankündigung vorstellen:
Bertram Seidel, Gabriele Seidel, Enrico Hilbert (Hrsg.)
Wie Lämmer zur Schlachtbank?
Jüdischer Widerstand und Verweigerung aus der jüdischen Bevölkerung in Sachsen gegen da NS-Regime 1933-1945
Das Buch erhebt hinsichtlich der erörterten Thematik weder Anspruch auf Vollständigkeit noch auf theoretischen Tiefgang. Ihr Hauptanliegen besteht vielmehr darin, anhand des Verhaltens konkreter Personen einen Eindruck vom Ausmaß resistenten Handelns aus der jüdischen Bevölkerung eines räumlich klar definierten Territoriums des Deutschen Reiches gegen das Herrschaftssystem der Nazis zu vermitteln und damit der in verschiedenen Milieus noch immer stark verbreiteten Pauschalansicht, die Juden hätten sich nich gegen das Hitlerregime und damit gegen ihr Verderben gewehrt, handfeste Tatsachen entgegenzusetzen. Bekanntlich wurde dieser Aspekt der Holocaust-Gesamtthematik zumindest im deutschsprachigen Raum über lange Zeit sehr stiefmütterlich behandelt und darüber hinaus von einigen Historikern wie beispielsweise Raul Hilberg in seiner 1992 erschienenen Publikation „Täter, Opfer, Zuschauer. Die Vernichtung der Juden 1933 bis 1945“ in der Vergangenheit auch verzerrt dargestellt.
Interessierte können das Buch direkt beim Verlag bestellen. >>> https://www.edition-av.de/

