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Geboren am 20. August 1882, ein gelernter Zimmerer, schließt sich 1919 der KPD an und ist jederzeit ein aktiver und beliebter Genosse, der auch die politische Kleinarbeit mit aller Sorgfalt verrichtet. Oft ist er ausgesperrt und arbeitslos. Im Mai 1933 schleppt man ihn in das KZ Sachsenburg. Wegen der Neuaufbaus und der Weiterführung der KPD wird er zu einem Jahr drei Monaten Gefängnis verurteilt und noch bis August 1938 in “Schutzhaft” behalten. 1940 setz er -inzwischen bei der Firma Barackenbau Melzer beschäftigt- seinen illegalen Kampf fort, bis er im Herbst 1944 ein drittes Mal verhaftet und in das Gerichtsgefängnis Chemnitz eingeliefert wird. Vorwurf: Mit Anderen “die Bestrebung der Feindmächte, Deutschland niederzuzwingen und seine nationalsozialistische Staatsführung zu beseitigen, durch die Bildung kommunistischer Gruppen, Zusammenarbeit mit Ostarbeitern und Weitergabe feindlicher Rundfunknachrichten unterstützt”, also Hochverrat und Feindbegünstigung begangen zu haben.

Am nachfolgend vorgestellten Buch arbeiteten auch Mitglieder unseres Vereines mit. Wir möchten es an dieser Stelle gerne mittels der Verlagsankündigung vorstellen:
Bertram Seidel, Gabriele Seidel, Enrico Hilbert (Hrsg.)
Wie Lämmer zur Schlachtbank?
Jüdischer Widerstand und Verweigerung aus der jüdischen Bevölkerung in Sachsen gegen da NS-Regime 1933-1945
Das Buch erhebt hinsichtlich der erörterten Thematik weder Anspruch auf Vollständigkeit noch auf theoretischen Tiefgang. Ihr Hauptanliegen besteht vielmehr darin, anhand des Verhaltens konkreter Personen einen Eindruck vom Ausmaß resistenten Handelns aus der jüdischen Bevölkerung eines räumlich klar definierten Territoriums des Deutschen Reiches gegen das Herrschaftssystem der Nazis zu vermitteln und damit der in verschiedenen Milieus noch immer stark verbreiteten Pauschalansicht, die Juden hätten sich nich gegen das Hitlerregime und damit gegen ihr Verderben gewehrt, handfeste Tatsachen entgegenzusetzen. Bekanntlich wurde dieser Aspekt der Holocaust-Gesamtthematik zumindest im deutschsprachigen Raum über lange Zeit sehr stiefmütterlich behandelt und darüber hinaus von einigen Historikern wie beispielsweise Raul Hilberg in seiner 1992 erschienenen Publikation „Täter, Opfer, Zuschauer. Die Vernichtung der Juden 1933 bis 1945“ in der Vergangenheit auch verzerrt dargestellt.
Interessierte können das Buch direkt beim Verlag bestellen. >>> https://www.edition-av.de/

