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Der Name des sozialdemokratischen Funktionärs Bernhard Kuhnt
ist ebenso wie der Name Fritz Heckert untrennbar
mit dem Falkeplatz verbunden.
Viele Jahre war Bernhard Kuhnt:
Bernhard Kuhnt wurde am 9.März 1933 verhaftet.
Auf einem Obstkarren mussten ihn SPD-Stadträte
unter Hohn und Spott der Nazis durch die Stadt
und auch über den Falkeplatz fahren.
Ihr schändliches Treiben propagierten die Nazis auf einer Postkarte
(siehe Abb.oben)
Bernhard Kuhnts Leidensweg führte über das Hansa-Haus und
das Polizeigefängnis Hartmannstraße ins KZ.
Die Stadt Chemnitz ehrte ihn, indem sie bereits 1946
in Reichenhain einen Weg nach ihm benannte.
Der Falkeplatz, gelegen im ehemaligen Nicolaiviertel, nahe am Nicolaitor.
Das Nicolaiviertel erinnert uns an die Nicolaikirche, die den Bomben des
zweiten Weltkrieges zum Opfer fiel und den heutigen Bahnhof Mitte einst
Nicolaibahnhof.
In Würdigung der Lebensleistung des Chemnitzer Arbeiterführers und Kommunisten
Fritz Heckert wurde der Falkeplatz im Jahre 1951 in "Fritz-Heckert-Platz" umbenannt.
Besonderer historischer Bezug war die Rede Heckerts am 23. März 1920
vor Chemnitzer Arbeitern auf eben diesem Platz. Es kam zum Generalstreik,
dreitausend Arbeiter wurden bewaffnet, SPD, KPD und USPD bildeten einen
Aktionsausschuss. Der Kampf der geeinten Arbeiterschaft war erfolgreich,
Kapp musste abdanken.
In einer Anwandlung von bilderstürmerei wurde dieser Platz 1990 wieder
in Falkeplatz zurückbenannt, hätte ihn in Anbetracht der Vorkommnisse im
März 1933 auch gut "Bernhard-Kuhnt-Platz" nennen können ...

Am nachfolgend vorgestellten Buch arbeiteten auch Mitglieder unseres Vereines mit. Wir möchten es an dieser Stelle gerne mittels der Verlagsankündigung vorstellen:
Bertram Seidel, Gabriele Seidel, Enrico Hilbert (Hrsg.)
Wie Lämmer zur Schlachtbank?
Jüdischer Widerstand und Verweigerung aus der jüdischen Bevölkerung in Sachsen gegen da NS-Regime 1933-1945
Das Buch erhebt hinsichtlich der erörterten Thematik weder Anspruch auf Vollständigkeit noch auf theoretischen Tiefgang. Ihr Hauptanliegen besteht vielmehr darin, anhand des Verhaltens konkreter Personen einen Eindruck vom Ausmaß resistenten Handelns aus der jüdischen Bevölkerung eines räumlich klar definierten Territoriums des Deutschen Reiches gegen das Herrschaftssystem der Nazis zu vermitteln und damit der in verschiedenen Milieus noch immer stark verbreiteten Pauschalansicht, die Juden hätten sich nich gegen das Hitlerregime und damit gegen ihr Verderben gewehrt, handfeste Tatsachen entgegenzusetzen. Bekanntlich wurde dieser Aspekt der Holocaust-Gesamtthematik zumindest im deutschsprachigen Raum über lange Zeit sehr stiefmütterlich behandelt und darüber hinaus von einigen Historikern wie beispielsweise Raul Hilberg in seiner 1992 erschienenen Publikation „Täter, Opfer, Zuschauer. Die Vernichtung der Juden 1933 bis 1945“ in der Vergangenheit auch verzerrt dargestellt.
Interessierte können das Buch direkt beim Verlag bestellen. >>> https://www.edition-av.de/

